Ursprung und Geschichte der Öffentliche Kunstsammlung
Die Geschichte der Öffentliche Kunstsammlung hat ihren Ursprung in der Amerbach-Sammlung. Im Jahr 1661 wurde diese bedeutende Sammlung von der Stadt Basel und der Universität Basel erworben, was die Institution als die erste öffentliche Kunstsammlung der Welt etablierte. Bereits im Jahr 1671 wurde die Sammlung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um sie zur Ansicht bereitzustellen. Diese mutige Entscheidung, den Kunstschatz allen Bürgerinnen und Bürgern offenstehen zu lassen, schuf einen wegweisenden Präzedenzfall für das bürgerliche Engagement für die Kunst in Basel, Schweiz.
Die Abstammungslinie der Sammlung ist untrennbar mit diesen frühen Akquisitionen verbunden. Was einst als privates Kabinett begann, hat sich über die Jahrhunderte zu einem bedeutenden institutionellen Archiv entwickelt. Das Fundament des Museums wurzelt in jener Entscheidung des 17. Jahrhunderts, den öffentlichen Zugang über das Privateigentum zu stellen. Diese historische Kontinuität prägt den Charakter der Institution bis heute und macht sie zu einem zentralen Bestandteil der Identität der Stadt.
Die Architektur der Museumsgebäude
Die architektonische Präsenz der Öffentliche Kunstsammlung wird durch einen faszinierenden Dialog zwischen verschiedenen Epochen definiert. Das heutige Hauptgebäude befindet sich am St. Alban-Graben. An diesem geschichtsträchtigen Ort beherbergt das Museum den Hauptbau, der im Jahr 1936 eingeweiht wurde. Doch auch ältere Bauwerke prägen das institutionelle Erscheinungsbild, allen voran das 1905 von Johann Jakob Stehlin dem Jüngeren errichtete Hauptgebäude, das als Zeugnis vergangener Epochen in das Ensemble integriert ist.
Die physische Erweiterung des Museums folgte dabei einem wohlüberlegten Pfad. Der von Christ & Gantenbein entworfene Neubau wurde im Jahr 2016 feierlich eingeweiht. Dieses moderne Bauwerk tritt in einen Dialog mit den bestehenden Gebäuden und bildet zusammen mit der Renovierung der Kuppelbauten eine vollkommene architektonische Trias. Diese drei Komponenten – das Hauptgebäude, der Neubau und die Kuppelbauten – vereinen unterschiedliche gestalterische Prinzipien zu einem harmonischen, ganzheitlichen Institutionskomplex.
Eine vielfältige und umfassende Kunstsammlung
Die Bestände der Öffentliche Kunstsammlung erstrecken sich über eine beeindruckende chronologische Spanne, die Werke vom 15. Jahrhundert bis in die Gegenwart umfasst. Die Sammlung beherbergt über 4.000 Kunstwerke, die von klassischen Gemälden und Skulpturen bis hin zu zeitgenössischen Installationen und Videokunst reichen. Diese enorme Bandbreite wird durch ein bedeutendes Reservoir von etwa 300.000 Zeichnungen und Drucken ergänzt, die sieben Jahrhunderte künstlerischen Schaffens dokumentieren.
Ein zentrales Herzstück der Institution sind die Werke der Familie Holbein. Die Tiefe des Museums wird durch die Integration der Im Obersteg-Sammlung und der Rudolf Staechelin-Sammlung weiter bereichert. Diese Ergänzungen tragen zu einem Gesamtkunstwerk bei, das die Evolution der europäischen Kunst durch verschiedenste Epochen nachzeichnet – von der Renaissance und dem Barock bis hin zu den modernen Strömungen des Kubismus und des Surrealismus.
- Der Leichnam Christi im Grab, 1521 - Hans Holbein der Jüngere
- Johannes der Täufer (12) - Caravaggio
- Die Kreuzigung, 1501 - Matthias Grünewald
- Selbstporträt, 1548 - Catharina van Hemessen
- Morgendliche Versteinerung der Zypresse, 1934 - Salvador Dalí
Ausstellungen und wissenschaftliche Forschung
Das Ausstellungsprogramm der Öffentliche Kunstsammlung zeichnet sich durch eine konsequente Ausrichtung auf Innovation aus. Die Institution kuratiert neben umfassenden Monografien etablierter Künstler auch thematische Untersuchungen, die sich mit drängenden kulturellen Fragestellungen auseinandersetzen. Diese Präsentationen ermöglichen eine unmittelbare Betrachtung der Art und Weise, wie künstlerischer Ausdruck mit sozialen und historischen Kontexten verschmilzt.
Über die öffentlichen Schauflächen hinaus fungiert die Institution als ein bedeutendes Zentrum für die wissenschaftliche Forschung. Ein engagiertes Team aus Kuratoren und Restauratoren widmet sich der Erweiterung unseres aktuellen Verständnisses der Kunstgeschichte durch akribische Studien. Diese akademische Tätigkeit stützt den Auftrag des Museums, eine tiefe Verbindung zwischen historischen Sammlungen und dem zeitgenössischen Diskurs aufrechtzuerhalten.
Der digitale Zugang wird durch die Initiative „Collection Online“ maßgeblich erleichtert. Diese Ressource bietet hochauflösende Abbildungen und detaillierte Informationen zu tausenden Werken der Bestände. Sie erlaubt es Forschern und der breiten Öffentlichkeit, die Sammlung von jedem Ort der Welt aus zu studieren. Das digitale Archiv umfasst Meisterwerke wie:
- Der Leichnam Christi im Grab, 1521 – Hans Holbein der Jüngere
- Johannes der Täufer – Caravaggio
- Die Kreuzigung, 1501 – Matthias Grünewald
- Ein tödlich verwundeter Räuber stillt seinen Durst, 1825 – Eugène Delacroix
- Selbstporträt, 1548 – Catharina van Hemessen
