Porträt von Jörg Breu Der Ältere

Jörg Breu Der Ältere: Die 24 berühmtesten Gemälde, dokumentiert

Aktualisiert im Oktober 2026 · sortiert nach unserem Popularitätsindex (Suchanfragen, Aufrufe und Bestellungen für jedes Werk) · 26 Werke von Jörg Breu Der Ältere in unserem Katalog

Zusammenfassung

Diesem Ranking zufolge ist Porträt einer Frau (1515) das bekannteste Gemälde von Jörg Breu Der Ältere; es befindet sich im Detroit Institute of Arts in Detroit. Es folgen Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten (1501) und Christus trägt das Kreuz (1510). Diese Liste basiert auf den 26 Werken von Jörg Breu Der Ältere im Katalog und führt die 24 bekanntesten auf, jeweils mit Datum, Museum und einer Beschreibung für jeden Eintrag.

1475 – 1537, Augsburg Meiste Werke: Bayerische Staatsgemäldesammlungen

Jörg Breu Der Ältere: die Top 10 der Liste

1
Porträt einer Frau (1515) von Jörg Breu Der Ältere

Porträt einer Frau

1515 · Öl auf Tafel · Detroit Institute of Arts, Detroit

In diesem 1515 entstandenen Öl-auf-Paneel begegnen wir einer Frau, die in einem Moment tiefer Stille festgehalten wurde. Sie ist in einer Dreiviertelansicht dargestellt, ihr Blick ist nach links gerichtet, weg vom Betrachter, was eine Atmosphäre privater Kontemplation schafft. Die Komposition ist zentriert und intim, vor einem dunklen, fast schwarzen Hintergrund angesiedelt, der ihre Figur plastisch hervortreten lässt. Dieser bewusste Einsatz von Kontrasten ermöglicht es dem Betrachter, sich voll und ganz…

2
Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten (1501) von Jörg Breu Der Ältere

Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten

1501 · Ölfarbe · Deutsches Nationalmuseum, Nürnberg

Der Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten tritt aus den Schatten des frühen sechzehnten Jahrhunderts hervor – ein Werk, das das Gewicht der Geschichte in seinen Holztafeln trägt. Gemalt von Jörg Breu dem Älteren, fängt dieses Stück einen Moment dringlicher Bewegung ein. Er ist auch als Aggsbacher Altar bekannt, ein Name, der ihn mit seinen Ursprüngen als Flügelaltar aus Aggsbach verbindet. Die Szene entfaltet sich mit einem Gefühl unmittelbarer Zielstrebigkeit, als…

3
Christus trägt das Kreuz (1510) von Jörg Breu Der Ältere

Christus trägt das Kreuz

Ein schwerer, gesplitterter Balken drückt gegen eine Schulter. Das Holz ist dunkel, verwittert und trägt die physische Schwere der Szene in sich. Christus bewegt sich durch ein Dickicht aus Menschlichkeit, sein Körper ist unter der erdrückenden Last des Kreuzes angespannt. Um ihn herum ist die Luft erfüllt von der Präsenz anderer. Römische Soldaten in metallener Rüstung und Schaulustige in schweren, texturierten Stoffen drängen nach innen und erzeugen ein klaustrophobisches Gedränge…

4
Krönung der heiligen Jungfrau (1518) von Jörg Breu Der Ältere

Krönung der heiligen Jungfrau

1518 · Öl auf Tafel

Der Himmel öffnet sich in einem vertikalen Aufstrom von Licht und Schatten. Im Zentrum dieses göttlichen Dramas empfängt die Jungfrau Maria ihre Krone. Zwei Gestalten, Gott Vater und Jesus Christus, reichen durch eine Mandorla aus wirbelnden Wolken hervor, um ihr das Diadem zu verleihen. Eine einzelne Taube steigt herab, ein weißes Flackern des Heiligen Geistes inmitten der himmlischen Bewegung. Unter diesem leuchtenden Ereignis drängt sich eine dichte Schar von Heiligen…

5
Maria mit dem Kind, die heilige Katharina, die heilige Barbara und Engel (1512) von Jörg Breu Der Ältere

Maria mit dem Kind, die heilige Katharina, die heilige Barbara und Engel

1512 · Öl auf Tafel · Gemäldegalerie, Berlin

Die Komposition folgt einer hierarchischen Anordnung, die die Madonna und das Christkind als zentralen Fokus der Gruppe positioniert. Flankiert werden sie von der heiligen Katharina und der heiligen Barbara, wodurch eine strukturierte, heilige Versammlung entsteht. Diese zentrale Gruppe ist eingebettet in eine weite, atmosphärische Landschaft, die sich bis zum Horizont erstreckt. Die Anordnung der Figuren wirkt ausgewogen, wobei himmlische Wesen die oberen und unteren Register der Szene besetzen.

6
Verspottung Christi (1522) von Jörg Breu Der Ältere

Verspottung Christi

1522 · Öl auf Tafel · Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Das Gemälde präsentiert eine dichte, überfüllte Szene, die sich um die Gestalt Jesu konzentriert, der in einem Zustand der Passivität inmitten einer Gruppe von Peinigern und Soldaten positioniert ist. Die Komposition ist eng gefasst und schafft einen flachen, bühnenartigen Raum, der die Figuren unmittelbar in den Vordergrund drängt. Das Licht wird durch Chiaroscuro eingesetzt, wodurch tiefe Schatten entstehen, die das skulpturale Volumen der Körper und die schweren Faltenwürfe ihrer Kleidung…

7
Das Jüngste Gericht: Die Hölle (1519) von Jörg Breu Der Ältere

Das Jüngste Gericht: Die Hölle

1519 · Öl auf Tafel · Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

In „Das Jüngste Gericht: Die Hölle“ von Jörg Breu der Ältere entfaltet sich auf einer vertikalen Tafel eine schreckliche und chaotische Vision. Die Szene fängt einen Moment des absoluten Umbruchs ein und konzentriert sich ganz auf die grausamen Tiefen der Hölle. Jeder Zentimeter der Komposition ist dicht mit Figuren gefüllt, was ein Gefühl überwältigender Klaustrophobie erzeugt, das den Betrachter förmlich zu erdrücken scheint. Es gibt hier keine Ruhe; stattdessen treibt…

8
St. Lucia (1614) von Jörg Breu Der Ältere

St. Lucia

1614 · Öl auf Tafel · Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

In der Darstellung der St. Lucia von Jörg Breu der Ältere entfaltet sich aus einer schmalen, vertikalen Komposition ein feierliches und höchst detailliertes religiöses Porträt. Die Heilige steht in voller Pracht vor einer fernen Landschaft, wobei ihre Präsenz den Raum mit einem gelassenen und doch schwermütigen Ausdruck beherrscht. Ein markanter Heiligenschein umgibt ihr Haupt, bestehend aus feinen, strahlenförmigen Linien, die das Licht einfangen. In ihren Händen hält sie ein offenes…

9
Maria mit Kind und Stieglitz 1523 (1523) von Jörg Breu Der Ältere

Maria mit Kind und Stieglitz 1523

1523 · Ölfarbe · Kunsthistorisches Museum, Wien

Dieses Ölgemälde zeigt die Jungfrau Maria, die das Christkind in einem architektonischen Rundbogen hält. Die Figuren sind zentral positioniert und werden von der bogenförmigen Öffnung eingerahmt, die den Blick auf eine tiefe, sich zurückweichende Landschaft freigibt. Maria trägt Gewänder in tiefen Schwarz- und Türkistönen, die in starkem Kontrast zum sanften Blau des Himmels im Hintergrund stehen. Ihr Haupt ist mit einer Blumenkrone geschmückt. Das Christkind hält einen dünnen roten Faden…

10
Der Selbstmord der Lucretia (1528) von Jörg Breu Der Ältere

Der Selbstmord der Lucretia

1528 · Fresko · Alte Pinakothek, München

Vor dieser Darstellung des Selbstmords der Lucretia zu stehen bedeutet, von einer Atmosphäre eingehüllt zu werden, die so schwer von dramatischer Spannung ist, dass sie fast greifbar scheint. Um 1528 von Jörg Breu dem Älteren gemalt, fängt dieses Freskofragment einen Moment von tiefgreifender historischer und moralischer Tragweite ein. Die Szene entfaltet sich in einem Raum, der intim und doch dramatisch aufgeladen wirkt. Im Zentrum der Komposition liegt die Gestalt der…

Jörg Breu Der Ältere: Liste fortgesetzt, 11 bis 24

Zentrale Themen im Werk von Jörg Breu Der Ältere

Die vier am häufigsten in diesen Werken dargestellten Motive, jeweils mit ihrem bekanntesten Beispiel.

Jörg Breu Der Ältere: in Museen vertreten

Die 8 Museen, in denen sich die meisten der auf dieser Seite aufgeführten Gemälde befinden.

Museum Stadt Werke von Jörg Breu Der Ältere Gemälde aus dieser Liste
Bayerische Staatsgemäldesammlungen, MünchenBayerische Staatsgemäldesammlungen München 5 Verspottung Christi, Das Jüngste Gericht: Die Hölle, St. Lucia
Detroit Institute of Arts, DetroitDetroit Institute of Arts Detroit 1 Porträt einer Frau
Deutsches Nationalmuseum, NürnbergDeutsches Nationalmuseum Nürnberg 1 Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten
Kroměříž Archdiocesan MuseumKroměříž Archdiocesan Museum 1 Christus trägt das Kreuz
Gemäldegalerie, BerlinGemäldegalerie Berlin 1 Maria mit dem Kind, die heilige Katharina, die heilige Barbara und Engel
Kunsthistorisches Museum, WienKunsthistorisches Museum Wien 1 Maria mit Kind und Stieglitz 1523
Alte Pinakothek, MünchenAlte Pinakothek München 1 Der Selbstmord der Lucretia
Thyssen-Bornemisza Museum, MadridThyssen-Bornemisza Museum Madrid 1 Nuptial Portrait of Coloman Helmschmid and Agnes Breu

Jörg Breu Der Ältere nach Jahrzehnten: das bekannteste Gemälde aus jedem Jahrzehnt

Werke nach Jahrzehnten

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Jörg Breu Der Ältere: Fragen und dokumentierte Antworten

Welches Gemälde von Jörg Breu Der Ältere steht an der Spitze der Liste der berühmtesten Werke?Antwort anzeigen

Porträt einer Frau (1515), Detroit Institute of Arts, Detroit. Die folgenden Einträge sind Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten (1501) und Christus trägt das Kreuz (1510).

Welches Alter hatte Jörg Breu Der Ältere erreicht, als Porträt einer Frau gemalt wurde?Antwort anzeigen

40 Jahre: Jörg Breu Der Ältere wurde in 1475 geboren und Porträt einer Frau datiert auf 1515.

Welche Werke gehören zu den Top 10 von Jörg Breu Der Ältere?Antwort anzeigen

Porträt einer Frau, Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten, Christus trägt das Kreuz, Krönung der heiligen Jungfrau, Maria mit dem Kind, die heilige Katharina, die heilige Barbara und Engel, Verspottung Christi, Das Jüngste Gericht: Die Hölle, St. Lucia, Maria mit Kind und Stieglitz 1523 und Der Selbstmord der Lucretia. Die obige Liste enthält das jeweilige Datum sowie das Museum, in dem sich das Werk befindet.

Wie viele Werke von Jörg Breu Der Ältere sind verzeichnet?Antwort anzeigen

Der Katalog enthält 26 Werke von Jörg Breu Der Ältere, datiert zwischen 1501 und 1530.

In welchen Sammlungen befinden sich die bekanntesten Werke von Jörg Breu Der Ältere?Antwort anzeigen

Vorwiegend in Bayerische Staatsgemäldesammlungen (München), Detroit Institute of Arts (Detroit) und Deutsches Nationalmuseum (Nürnberg). Die obige Museumstabelle zeigt die vollständige Verteilung.

Wann wurden die berühmtesten Werke von Jörg Breu Der Ältere gemalt?Antwort anzeigen

In 1510s: 5 von insgesamt 24 auf dieser Seite aufgeführten Werken stammen aus diesem Zeitraum, einschließlich Porträt einer Frau.

Welche datierten Werke von Jörg Breu Der Ältere sind hier die frühesten und die neuesten?Antwort anzeigen

Das früheste hier aufgeführte Werk datiert auf Aggsbacher Altar: Flucht nach Ägypten (1501); das jüngste auf History Cycle: The Victory of P. Cornelius Scipio over Hannibal in the Battle of Zama (1530).

Welche Motive kommen in den Werken von Jörg Breu Der Ältere am häufigsten vor?Antwort anzeigen

Frau (5), Landschaft (4) und Kind (3) von insgesamt 24 auf dieser Seite aufgeführten Werken.

Welche Materialien hat Jörg Breu Der Ältere am häufigsten verwendet?Antwort anzeigen

Öl auf Tafel, in 6 von 24 auf dieser Seite aufgeführten Werken.

Welche Werke von Jörg Breu Der Ältere befinden sich im Bayerische Staatsgemäldesammlungen?Antwort anzeigen

Verspottung Christi, Das Jüngste Gericht: Die Hölle und St. Lucia gehören zu den 5 Werken auf dieser Seite in der Sammlung des Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München.

Jörg Breu Der Ältere: Leben und Werk

Jörg Breu der Ältere: Ein Meister der Augsburger Renaissance

Um 1475 in Augsburg geboren, trat Jörg Breu der Ältere als eine bedeutende Gestalt in der aufstrebenden künstlerischen Landschaft des Deutschland des späten fünfzehnten Jahrhunderts hervor. Sein frühes Leben, das in relativer Unbekanntheit verbracht wurde – er war der Sohn eines Webers –, lässt die bemerkenswerte Laufbahn hinter sich, die er als Maler und Meisterhandwerker einschlagsweise formen sollte. Breus Weg begann mit einer Lehre bei Ulrich Apt der Ältere, einem angesehenen Augsburger Künstler, der ihm ein grundlegendes Verständnis der traditionellen deutschen Maltechniken vermittelte. Doch es war nicht allein die Nachahmung, die seine künstlerische Entwicklung prägte; Breu besaß einen scharfen Blick für Details und eine Experimentierfreudigkeit, die ihn letztlich als wichtiges Mitglied des einflussreichen Lederer-Kreises etablierte – einer Gruppe, die für ihren innovativen Umgang mit religiöser Kunst bekannt war.

Breus frühe Karriere war geprägt von einem produktiven Schaffen an Altarbildern und Andachtspanelen, die vorwiegend in der satten, juwelenartigen Farbpalette der Donauschule ausgeführt wurden. Seine Werke aus dieser Zeit zeugen von einer meisterhaften Beherrschung der Perspektive und einem wachsenden Interesse daran, Elemente des Naturalismus in seine Kompositionen einzubinden. Ein besonders eindrucksvolles Beispiel ist der „Bernhard-Altar“, der heute im Städel Museum in Frankfurt aufbewahrt wird; er zeigt sein Geschick, Szenen aus dem Leben des Heiligen Bernhard mit bemerkenswerter Detailgenauigkeit und einem subtilen Einsatz atmosphärischer Perspektive darzustellen. Die erdigen Töne des Gemäldes und die symbolische Darstellung der Arbeit – Mönche bei der Getreidenteernte – bieten einen fesselnden Einblick in die sozialen und religiösen Anliegen Augsburgs jener Zeit.

Reisen und Einflüsse: Italien und darüber hinaus

Die künstlerische Entwicklung Breus nahm mit seinen Reisen nach Österreich in den Jahren 1500–1502 eine entscheidende Wendung, wo er aufwendige Flügelaltäre für Klöster wie die Stiftskirche Melk schuf. Diese frühen österreichischen Aufträge festigten seinen Ruf als hochgeschätzter Künstler, der in der Lage war, komple\\komplexe und ehrgeizige Projekte zu realisieren. Doch Breus Ambitionen reichten weit über die Donauregion hinaus; er unternahm zwei bedeutende Reisen nach Italien – einmal um 1508 und erneut 1514/15 –, Erfahrungen, die seinen künstlerischen Stil tiefgreifend prägten.

Diese italienischen Aufenthalte setzten ihn den Innovationen der Renaissance-Kunst aus, insbesondere den Werken von Meistern wie Masaccio und Botticelli. Er absorbierte deren Techniken der Linearperspektive, der anatomischen Genauigkeit und eine stärkere Betonung der naturalistischen Darstellung. Nach seiner Rückkehr nach Augsburg integrierte Breu diese Einflüsse geschickt in seinen eigenen Stil und schuf Werke, die die traditionelle deutsche Ästhetik bewahrten, während sie gleichzeitig Elemente italienischer Dynamik und Eleganz aufnahmen. Das Gemälde „Kreuzigung“, das auf WikiOO.org zu finden ist, beispielhaft für diese Synthese – es zeigt sowohl die Feierlichkeit der mittelalterlichen Ikonografie als auch ein beginnendes Verständnis renaissancezeitlicher Raumtechniken.

Religiöse Themen und künstlerischer Stil

Breus künstlerisches Schaffen war überwiegend auf religiöse Sujets konzentriert, was das vorherrschende Frömmigkeitsklima seiner Zeit widerspiegelte. Er stellte häufig Szenen aus dem Leben der Heiligen, biblische Erzählungen und Darstellungen der Jungfrau Maria dar – allesamt mit akribischer Detailliebe und einem tiefen Verständnis für theologische Symbolik ausgeführt. Seine Kompositionen zeichnen sich oft durch eine ausgewogene Anordnung von Figuren in sorgfältig konstruierten Räumen aus, wobei er reiche Farben und komplizierte Muster nutzte, um visuell fesselnde Bilder zu erschaffen.

Ein wesentliches Merkmal von Breus Stil ist seine Verwendung von Holzschnitten und Zeichnungen, insbesondere für Glasmalereien. Diese Arbeiten demonstrieren seine Vielseitigkeit als Künstler und seine Fähigkeit, komplexe visuelle Ideen in prägnante und wirkungsvolle Formen zu übersetzen. Seine Arbeit an der Fuggerkapelle in St. Anna zeigt dieses Geschick mit kunstvollen Randzeichnungen, die dem Gesamtentwurf eine Ebene dekorativen Reichtums verleihen. Darüber hinaus bietet Breus Chronik, die er von 1512 bis zu seinem Tod akribisch führte, wertvolle Einblicke in den sozialen und religiösen Kontext Augsburgs während der Reformationsära und offenbart ein komplexes Individuum, das zwischen traditionellen Überzeugungen und aufkommenden protestantischen Ideen rang.

Vermächtnis und künstlerische Abstammung

Der Einfluss von Jörg Breu dem Älteren reichte über sein eigenes Leben hinaus. Nach seinem Tod im Jahr 1537 führte sein Sohn, Jörg Breu der Jüngere, die Augsburger Werkstatt bis zu seinem eigenen Ablehen ein Jahrzehnt später weiter. Der jüngere Breu bewahrte viele der künstlerischen Prinzipien und Techniken seines Vaters und sicherte so das Fortbestehen des Familienerbes innerhalb der florierenden Kunstszene der Stadt.

Breus Werk wird heute als ein entscheidendes Bindeglied zwischen der spätgotischen Tradition und der frühen Renaissance in Deutschland anerkannt. Seine Gemälde bieten ein wertvolles Fenster in das kulturelle und religiöse Leben Augsburgs während einer Zeit bedeutender sozialer und künstlerischer Transformation. Sein Vermächtnis lebt durch seine erhaltenen Werke weiter, die in Museen in ganz Europa ausgestellt sind, sowie durch das fortwährende Studium seines Lebens und seiner Kunst durch Wissenschaftler, die versuchen, die Komplexität der deutschen Renaissance-Malerei zu verstehen.