Frühes Leben und Ausbildung
- Geboren: 11. Januar 1934, Córdoba, Argentinien
- Gestorben: 26. Februar 2022
- Seguís künstlerische Reise begann mit ausgedehnten Reisen durch Europa und Afrika von 1951 bis 1954.
- Er war Gaststudent an der Real Academia de Bellas Artes de San Fernando in Madrid und an der École nationale supérieure des beaux-arts in Paris, wo er Malerei und Bildhauerei studierte.
- Zu seinen frühen Einflüssen gehörten Fernand Léger und Diego Rivera.
Künstlerischer Stil und Themen
- Seguís Werke zeichnen sich durch einen satirischen Sinn für Humor aus, mit dem er die Gesellschaft und die menschliche Natur kritisiert.
- Sein Stil entwickelte sich von der expressionistischen Figuration hin zu einer absurden und theatralischen Darstellung der Menschheit.
- Zu den wiederkehrenden Themen gehören das städtische Leben und seine Bewohner, die als eilige Gestalten in labyrinthartigen Landschaften dargestellt werden.
- Er integrierte oft Tango-Bildsprache, da er diesen als einen zentralen argentinischen Mythos betrachtete.
- Seguí deformierte die menschliche Figur bewusst, was an Kinderkunst oder Outsider Art erinnert.
- Seine Arbeit nutzt kubistische Techniken mit wiederholten urbanen Elementen und einer Betonung von Linie und Farbe.
Berufliche Entwicklung und Hauptwerke
- Ab den 1960er Jahren folgte Seguí einer figurativen Tendenz.
- Er arbeitete in verschiedenen Medien, darunter Malerei, Zeichnung, Skulptur, Druckgrafik und Bühnenbild.
- Zu seinen bedeutenden Werken gehören:
- Gente de las azoteas (1992) – Eine großformatige Leinwand, die eine Menschenmenge darstellt.
- Se llamaba Charles Atlas (2001)
- Pasar desapercibido (2001)
- Sacando la Lengua (1965)
- El Fumador (1966)
- Er arbeitete mit Giorgio Strehler zusammen und entwarf Bühnenbilder für das Scala-Theater in Mailand.
Auszeichnungen und Anerkennung
- Großer Preis der V. Internationalen Biennale Tokio (1966).
- Erster Internationaler Preis von Darmstadt (1967).
- Großer Preis der Carcovia-Biennale, Polen (1967).
- Großer Preis der Biennale von San Juan, Puerto Rico (1968).
- Großer Preis des Salon de Montrouge, Frankreich (1977).
- Konex-Preis für expressionistische Malerei (1982).
- Instituto Torcuato Di Tella Award (1989).
- Großer Preis des Nationalen Kunstfonds (1990).
- Goldmedaille der XI. Norwegischen Internationalen Grafik-Triennale.
- Konex-Platin-Preis: Grafik (2002).
- Korrespondierendes Mitglied der Französischen Akademie der Wissenschaften und Künste.
Vermächtnis und historische Bedeutung
- Seguís Vermächtnis liegt in seinem satirischen Kommentar zur Gesellschaft und zur menschlichen Natur durch Humor und Ironie.
- Sein unverwechselbarer Stil, insbesondere das wiederkehrende Motiv der kleinen Männer mit Hüten, ist ikonisch geworden.
- Er wird dafür anerkannt, das argentinische Erbe mit europäischen künstlerischen Einflüssen zu verschmelzen.
- Sein Werk spiegelt einen kritischen und doch poetischen Blick auf das städtische Leben und die moderne Existenz wider.
- Seguís Kunst inspiriert weiterhin Künstler und Kunstliebhaber gleichermaßen und festigt seinen Platz als bedeutende Figur der lateinamerikanischen und europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts.
