Bertalan Székely (1835-1910): A Hungarian Romantic Academic
Bertalan Székely, geboren in Cluj-Napoca (heute Cluj-Lviv), Ungarn im Jahr 1835, steht als eine zentrale Figur der ungarischen Kunstgeschichte – ein Maler, der sich geschickt durch die Strömungen des Romantikums und der Akademiekunst bewegte und damit ein Erbe von eindrucksvollen Landschaftsbildern und würdevoll gestalteten Porträts hinterließ.
Frühes Leben und künstlerische Ausbildung
Székelys Aufwachsen in einer nobles Familie vermittelte eine Wertschätzung für Tradition und Wissenschaftlichkeit. Trotz familiärer Erwartungen, dass er Ingenieur werden sollte, wurde sein Leidenschaft für die Kunst dazu geführt, dass er sich 1851 am Akademie der Schönen Künste Wien anschloss und bis 1855 dort studierte. Unter der Anleitung von Johann Nepomuk Geiger und Carl Rahl entwickelte er grundlegende Fähigkeiten in Zeichnung und Komposition – Fähigkeiten, die ihm während seiner künstlerischen Karriere zugute kamen.
Rückkehr nach Cluj-Napoca und erste Unterrichtserfahrung
Nach seinem Studium in Wien kehrte Székely nach Cluj zurück und arbeitete drei Jahre lang als Künstler und Kunstlehrer tätig, wobei er junge Künstler prägte und ihnen ein Verständnis für künstlerische Prinzipien vermittelte. Seine Zusammenarbeit mit Graf Aichelburg in Marschendorf ermöglichte ihm wertvolle Erfahrungen im Umgang mit künstlerischen Projekten und der Zusammenarbeit mit Mäzenen.
Ehe und Umzug nach München
Székely heiratete und zog 1862 nach München um, wo er sein künstlerisches Schaffen unter der Anleitung von Karl von Piloty fortsetzte. Es war zu dieser Zeit, dass er sich entschieden für die Geschichte malerei – ein Genre, das von der Wiener Akademie bevorzugt wurde und das den intellektuellen Enthusiasmus der Epoche widerspiegelte.
Bekannte Leistungen und künstlerischer Stil
Székelys Durchbruch gelang ihm 1862, als er einen angesehenen Preis für seine monumentale Darstellung von „Der Ausbruch des Kaisers Karl VII.“ erhielt – ein Erfolg, der ihn dazu ermutigte, neue künstlerische Horizonte zu erkunden. Dieses Ergebnis ermöglichte ihm eine Reise nach Holland und Paris, in denen er sich europäischen künstlerischen Strömungen zugewandt und deren Einflüsse subtil seinen unverwechselbaren Stil prägten.
- Romantik: Székelys frühe Werke zeigen eine Beschäftigung mit Emotionen und dramatischer Erzählung, die auf den romantischen Schwerpunkt auf subjektive Erfahrung zurückzuführen ist.
- Akademische Malerei: Er beherrschte die Konventionen der akademischen Malerei – gekennzeichnet durch präzise Detailarbeit, idealisierte Figuren und Übereinstimmung mit klassischen Proportionen – insbesondere in seinen Porträten und historischen Kompositionen.
- Landschaftsbildern: Székely wandte sich später dem Landschaftsbild zu und fing ungarische Landschaften mit Sensibilität und Präzision ein.
- Dekorative Wandbilder: Seine Beiträge zum Matthias Kirche und Oper Haus München sowie zur Stadtverwaltung Kecskemét zeigten sein Talent für großformatige Wandprojekte – wobei er künstlerische Vision mit architektonischer Pracht verband.
Einfluss von Muybridge und Marey
Székelys Begeisterung ging über traditionelle Genres hinaus; Er erforschte die bahnbrechende Arbeit von Étienne Jules Marey und Edward Muybridge zum Bewegungsstudium und experimentierte mit innovativen Techniken, um Bewegung darzustellen – ein Beweis für seine intellektuelle Neugier und Bereitschaft, sich neuen künstlerischen Methoden zu öffnen.
Vermächtnis und Bedeutung
Bertalan Székelys dauerhafte Wirkung auf die ungarische Kunst ist unver Zweifelbar. Er diente als Direktor der Ungarischen Königlichen Zeichenschule (später Ungarisches Hochschule für Bildende Künste) von 1902 bis 1905 und förderte Generationen von Künstlern und etablierte damit einen Grundstein für die ungarische künstlerische Ausbildung. Seine Gemälde werden auch heute noch von Zuschauern gefasst – nicht nur durch ihre visuelle Schönheit, sondern auch durch ihren Ausdruck der Zeit seiner Jugend – eine Reflexion des ungarischen kulturellen Erbes.
