Frühes Leben und Ausbildung
- Geboren: London, Großbritannien (1969)
- Eltern: Die Schriftstellerin Shena Mackay und der Kunstkritiker David Sylvester
- Ausbildung:
- B-TEC Diplom in Kunst und Design von der Epsom School of Art (1985–87)
- Zeichen- und Druckkurse am Morley College, London (1987–89)
- Bachelor-Abschluss in Bildender Kunst von der Slade School of Art, London (1989–93)
- Frühe Karriere: Arbeitete während ihres Studiums als Kellnerin und in einem Animationsstudio.
- Auszeichnungen: Erster Preis beim Nationalen Wettbewerb für britische Kunststudenten an der Slade.
Künstlerische Entwicklung und Einflüsse
- Umzug nach New York: 1995 von London nach New York umgezogen, um künstlerische Unabhängigkeit zu suchen.
- Einflüsse: Browns Stil wird von einer vielfältigen Auswahl an Künstlern beeinflusst, darunter:
- Francisco de Goya
- Willem de Kooning
- Francis Bacon
- Joan Mitchell
- Rubens
- Poussin
- Stil: Kombiniert Figuration und Abstraktion, erweitert die Tradition des abstrakten Expressionismus. Bekannt für einen Malstil, der an De Kooning und Oskar Kokoschka erinnert.
- Prozess: Beginnt oft ohne genauen Plan und lässt das endgültige Gemälde sich während des kreativen Prozesses offenbaren. Umarmt Überraschungen und Veränderungen in ihrer Arbeit.
- Themen: Erkundet Sexualität und Anziehung durch semi-figurative und abstrakte Mittel. Der Umgang mit Farbe wird zu einem zentralen Thema.
Wichtige Werke und wiederkehrende Motive
- Frühe Anerkennung: Präsentierte "Four Letter Heaven" auf dem Telluride Film Festival (1995) und erforschte Themen der Sexualität und Pornografie.
- Bemerkenswerte Gemälde: Titel oft entlehnt aus klassischen Hollywood-Filmen und Musicals, wie z.B. "The Pyjama Game", "The Bedtime Story" und "The Fugitive Kind".
- "Electric Ladyland"-Serie: Schuf eine Reihe von Gemälden basierend auf einem Foto vom Jimi Hendrix Album von 1968.
- Site-Specific Installation: Erstellte "Untitled", eine permanente Installation für die Gruppenausstellung "Vertical Paintings" bei P.S. 1 (1997).
- Wiederkehrende Elemente: Ausdrucksstarke Figuren, Nacktstudien, reiche Farben, üppige Farbaufträge und animierte Pinselführung sind charakteristisch für ihren Stil.
Kritische Rezeption und historische Bedeutung
- Zeitgenössische Gruppierungen: Oft zusammen mit führenden zeitgenössischen Malerinnen wie Charline von Heyl, Jacqueline Humphries, Laura Owens, Jutta Koether, Amy Sillman und Emily Sundblad gruppiert.
- Prozessbeschreibung: Beschreibt ihren Prozess als "organisch", arbeitet gleichzeitig an mehreren Arbeiten und lässt Schichten zwischen den Aufträgen trocknen.
- Kritische Reaktionen: Während sie für kraftvolle Leinwände und kühne Pinselführung gelobt wird, haben einige Kritiker eine wahrgenommene Distanziertheit oder einen Mangel an Charakter in ihrer Arbeit festgestellt.
- Geschlechtsspezifische Perspektive: Browns selbstbewusster Stil wurde als Konfrontation sowohl mit der Tradition des abstrakten Expressionismus (oft mit Männlichkeit assoziiert) als auch mit geschlechtlichen Annahmen über Kunst interpretiert.
- Vermächtnis: Cecily Brown gilt als eine bedeutende zeitgenössische Malerin, die das Malen durch ihre dynamischen, sinnlichen und intellektuell anregenden Werke revitalisierte. Ihr Einfluss ist bei nachfolgenden Generationen von Künstlern zu sehen, die Figuration und Abstraktion erforschen.
