Edward Edwards

1738 - 1806

Steckbrief

Ein Leben aus Linien und Mustern

Geboren 1738 in London, verbrachte Edward Edwards seine frühen Jahre in der Werkstatt eines Tischlers und Polsterers. Bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr waren seine Hände darauf geschult, Muster für Möbel zu entwerfen. Diese frühe Ausbildung in den praktischen Aspekten des Designs begleitete ihn durch seine späteren formellen Studien an einer französisch-protestantischen Schule und einer anschließenden Zeichenakademie. Seine physische Erscheinung war von einer kleinen Statur und Gliedmaßen geprägt, die sein Leben lang deformiert blieben, doch seine künstlerische Reichweite erstreckte sich weit über seine eigene körperliche Begrenzung hinaus.

Im Jahr 1761 fand er seinen Weg zur Akademie in der St. Martin's Lane, wo er das Zeichnen nach dem lebenden Modell erlernte. Bis 1773 hatte er sich einen Platz als Korrespondent der Royal Academy verdient. Sein Schaffen bewegte sich oft zwischen der zarten Präzision des Radierens und den breiteren Pinselstrichen der Malerei. Im Jahr 1792 teilte er sein Können durch eine veröffentlichte Serie von zweiundfünfzig Radierungen mit der Welt. Auch verbrachte er Zeit in Italien und blieb von Juli 1775 bis September 1776 in Rom – eine Erfahrung, die den Einfluss der Alten Meister tief in sein künstlerisches Werk einfließen ließ.

Das Studium von Perspektive und Licht

Edwards hegte ein besonderes Interesse an der Mechanik des Sehens. Im Jahr 1788 wurde er zum Professor für Perspektive an der Royal Academy ernannt, ein Amt, das er viele Jahre innehatte. Schließlich verfasste er eine Abhandlung über dieses Thema, in der er sein Wissen über die Geometrie des Raumes preisgab. Seine Gemälde nutzten oft das Chiaroscuro, um Form und Tiefe zu definieren. Zu seinen bemerkenswerten Sujets gehörten:

  • Der Tod des Tatius
  • Bacchus und Ariadne
  • Die Erscheinung des Engels vor Hagar und Ismael
  • Blick auf Brancepeth Castle, nahe Durham
  • Die Innenansicht der Westminster Abbey zur Handel-Gedenkfeier

Sein Wirken beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Leinwand. Er restaurierte eine von Sir James Thornhill bemalte Decke in Roehampton und gestaltete drei Deckenmalereien für den Hon. Charles Hamilton in Bath. In Newcastle-upon-Tyne arbeitete er zudem als Bühnenmaler für das Theater, wobei er sein Wissen über Maßstab und Perspektive meisterhaft auf die Bühne übertrug.

Chroniken des gemalten Wortes

Über seine eigene Pinselführung hinaus fungierte Edwards als Chronist seiner Zeitgenossen. Im Jahr 1808, nach seinem Tod, wurde ein Band mit dem Titel Anecdotes of Painters veröffentlicht. Dieses Buch lieferte eine wertvolle Dokumentation der Künstler, die während seiner Lebenszeit in Großbritannien tätig waren. Auch wenn manche die Sammlung als lose strukturiert empfinden mögen, so enthält sie Details, die andernfalls vielleicht in den Annalen der Geschichte verloren gegangen wären.

Sein Leben fand 1806 in London sein Ende. Er hinterließ ein Lebenswerk, das von Porträts und Landschaften bis hin zu historischen Szenen und Lehrtexten über die reine Wissenschaft reicht, wie wir die Welt durch die Kunst wahrnehmen.

Fragen & Antworten

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Frage 4:
Wie lautete der Titel des Buches, für das Edwards 1943 eine goldene Ehrenmedaille erhielt?
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Edward B. Edwards war Gründer und Direktor welcher Organisation?