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Massimo Stanzione

1585 - 1656

Kurzbiografie

  • Born: 1585
  • Copyright status: Public domain
  • Gift suitability: other-none
  • Museums on APS:
    • Eremitage Museum
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  • Works on APS: 14
  • Art period: Frühe Neuzeit
  • Creative periods: mature period
  • Mehr Details anzeigen
  • Died: 1656
  • Movements: baroque
  • Room fit: wohnbereich
  • Mediums: öl auf leinwand
  • Lifespan: 71 years
  • Top 3 works:
    • Beheading of St John the Baptist
    • Virgin and Child

Massimo Stanzione war ein bedeutender italienischer Barockmaler, dessen Wirken vor allem in Neapel seine Spuren hinterließ.
Geboren 1585 in Frattamaggiore bei Neapel, war Stanziones Schaffen tief von Caravaggio geprägt. Was seine Kunst jedoch so einzigartig von der des Caravaggio unterschied, war die meisterhafte Verschmelzung des dramatischen Lichts und des brutalen Realismus mit der klassischen und lyrischen Eleganz der Bologneser Schule – eine Fähigkeit, die ihm den Beinamen „der neapolitanische Guido Reni“ einbrachte.
Obwohl seine frühen Lehrjahre nicht mit absoluter Gewissheit rekonstruiert werden können, geht man davon aus, dass er bei Fabrizio Santafede und Battistello Caracciolo studierte; dennoch blieb der Einfluss Caravaggios das Fundament seines Stils. Kunsthistoriker sind überzeugt, dass Stanzione seine künstlerische Laufbahn in Rom entfaltete, wo er vermutlich als Porträtist begann. Zu seinen bekanntesten frühen Werken zählen das Porträt einer Frau in Volkstracht sowie das Porträt von Jerome Banks.
Seine erste Reise nach Rom führte ihn zwischen 1617 und 1618 zur Santa Maria della Scala, wo noch heute Spuren seines Schaffens zu finden sind. In den Jahren zwischen 1620 und etwa 1630 kehrte er wiederholt in die Ewige Stadt zurück, um sich von der Kunst Annibale Carraccis sowie dem erneuerten Caravaggismus eines Simon Vouet inspirieren zu lassen. Sein Erfolg wurde auch politisch und kirchlich gewürdigt: Im Jahr 1621 verlieh ihm Papst Gregor XV. den Titel des Ritters des Goldenen Sporns, und 1627 erhielt er den Ritterorden des Heiligen Georg. Papst Urban VIII investierte ihn zudem in den Orden Christi, was ihm in Spanien den ehrenvollen Titel Caballero Máximo einbrachte.
Zusammen mit Jusepe de Ribera prägte Stanzione die neapolitanische Malerei der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts maßgeblich. Dies verdankte er nicht nur seinen monumentalen Altarbildern und Fresken, sondern auch seinem Einfluss auf eine ganze Generation von Schülern und Nachahmern. Gemeinsam mit seinem Rivalen de Ribera dominierte er die künstlerische Szene Neapels. Stanziones reiche Farbpalette und sein idealisierter Naturalismus übten einen tiefgreifenden Einfluss auf lokale Künstler wie Francesco Solimena aus. Es heißt, dass Massimo Stanzione während der verheerenden Pestepidemie von 1656 verstarb.
Neapel war im 17. Jahrhundert nach Paris und London die drittgrößte Stadt Europas und im Jahr 1630 ein pulsierendes Zentrum für künstlerische Aufträge. Viele dieser Kommissionsarbeiten stammten von den spanischen Vizekönigen, die zu jener Zeit die politische Macht in Neapel innehatten. Über die verschiedenen Mittelmeerhäfen strömten zudem Kunstliebhaber und Experten in die Stadt. Stanzione repräsentierte zusammen mit Bernardo Cavallino und – ganz entscheidend – Artemisia Gentileschi einen neuen, anmutigeren Malstil.
Es scheint, dass die künstlerische Beziehung zu Gentileschi eine Schlüsselrolle in seiner Entwicklung spielte. Dokumente belegen, dass beide im selben Jahr, 1630, nach Neapel zogen. Der Historiker De Dominici beschreibt das Verhältnis zwischen den beiden sogar als eine Art informelle Lehrzeit. Stanzione suchte Artemisia täglich auf, um sie beim Malen zu beobachten; man vermutet, dass er ihre Kolorit-Technik imitierte, wenn auch nicht ihren zeichnerischen Stil. Zwar gibt es keinen schriftlichen Beweis für diese These – da Stanzione bereits 1617 in Rom als etablierter Künstler mit Saraceni und Honthorst an der Santa Maria della Scala tätig war –, doch die Interaktion zwischen den Künstlern bleibt faszinierend. Die Santa Maria della Scala war eines der ersten Krankenhäuser Europas und diente der Versorgung von Pilgern, Armen und Waisen.
Spätere Chronisten schrieben dennoch Gentileschi die Mitverantwortung für Stanziones meisterhafte Lichteffekte und seine zunehmende Klassizität zu. Die beiden Künstler arbeiteten sogar an gemeinsamen Werken, wie etwa der Geburt des Heiligen Johannes des Täufers für den Palast Buen Retiro unter Philipp IV. In dieser Zusammenarbeit fanden ihre Stile eine harmonische Verbindung: Gentileschi dämpfte ihren realistischen Tenebrismus zugunsten einer gleichmäßigeren Beleuchtung und klassischen Komposition, wodurch ein höchst ansprechendes Gesamtwerk entstand. Stanziones Heilige Agatha im Gefängnis und sein Junger Johannes der Täufer gehören zu seinen ersten bekannten Werken, die den Einfluss von Reni und Domenichino zu einem „lyrischen Klassizismus“ vereinen.
Maria mit Kind
Susanna und die Ältesten
Heilige Agnes
Pietà
Maria Magdalena in Meditation

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