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Valie Export

Kurzbiografie

  • Nationality: Österreich
  • Museums on APS:
    • Lentos Kunstmuseum Linz
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    • Lentos Kunstmuseum Linz
    • Lentos Kunstmuseum Linz
  • Copyright status: Under copyright
  • Art period: Moderne

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wo wurde Valie Export geboren?
Frage 2:
Warum änderte Valie Export ihren Namen?
Frage 3:
Welche Kunstrichtung ist Valie Export besonders bekannt?
Frage 4:
Was war 'Tapp- und Tast-kino'?

Valie Export: Eine Pionierin der feministischen Performance und Medienkunst

  • Geboren: 17. Mai 1940, Linz, Österreich (als Waltraud Lehner)
  • Aktueller Status: Lebt

Valie Export, geboren als Waltraud Lehner in Linz, Österreich, ist eine bahnbrechende Künstlerin, deren Werk herkömmliche Vorstellungen von Geschlecht, Medienrepräsentation und dem weiblichen Körper herausfordert. Ihre künstlerische Praxis umfasst Videoinstallationen, Body Performances, Expanded Cinema, Computeranimationen, Fotografie, Skulpturen und Publikationen und etabliert sie als eine zentrale Figur in der zeitgenössischen Kunst, insbesondere innerhalb des feministischen Diskurses.

Frühes Leben und künstlerische Entwicklung

  • Ausbildung: Export erhielt bis zum Alter von 14 Jahren eine Klosterausbildung. Anschließend studierte sie Malerei, Zeichnung und Design an der Nationalen Fachschule für Textilindustrie in Wien.
  • Frühe Karriere: Sie arbeitete kurzzeitig in der Filmindustrie als Drehbuchschreiberin, Editorin und Statistin und erlangte so frühzeitig Einblicke in filmische Techniken.
  • Namensänderung (1967): Eine bedeutende Selbstbestimmungshandlung war die Annahme des Namens "Valie Export", geschrieben mit Großbuchstaben, wodurch sie ihre Namen ihres Vaters und ehemaligen Ehemanns ablehnte. Sie beschrieb diese Veränderung als „Export aus meiner ‘Außenwelt’“ und ließ sich von einer Zigarettenmarke inspirieren.
  • Kontext: Ihr Aufkommen fiel mit einer Periode intensiver künstlerischer Experimente in Wien zusammen, beeinflusst durch die provokative Performancekunst der Wiener Aktionisten (Hermann Nitsch, Günter Brus, Otto Mühl, Rudolf Schwarzkogler). Obwohl sie von ihrem Geist der Transgression beeinflusst war, unterschied sich Export durch ihre feministische Perspektive.

Künstlerische Themen und Werke

  • Feministische Erkundung: Exports Werk befasst sich direkt mit den gesellschaftlichen Beschränkungen, die Frauen auferlegt werden, insbesondere in Bezug auf Medienrepräsentation und Objektifizierung. Sie zielte darauf ab, patriarchale Strukturen innerhalb der Kunst und des Kinos zu stören.
  • Körper als Medium: Der weibliche Körper steht im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Praxis. Sie nutzte ihren eigenen Körper als Medium für Performance und Selbsterforschung und forderte damit herkömmliche Vorstellungen von Schönheit und Sexualität heraus.
  • Expanded Cinema: Export war Pionierin der Expanded-Cinema-Techniken und sprengte die Grenzen des Films über traditionelle Projektionsformate hinaus. Dies umfasste die Einbeziehung von Performance, Fotografie und interaktiven Installationen in kinematografische Erfahrungen.
  • Bemerkenswerte Werke:
    • Tapp- und Tast-kino (Tap and Touch Cinema) (1968-1971): Eine revolutionäre Performance, bei der Export ein Miniatur-"Kino" um ihren nackten Oberkörper trug und Passanten einlud, es zu berühren. Diese Arbeit forderte Voyeurismus heraus und definierte die Rolle des Publikums im Kino neu.
    • Aktionshose:genitalpanik (Action Pants: Genital Panic) (1968): Eine Performance und fotografische Serie, die gesellschaftliche Tabus rund um weibliche Sexualität konfrontierte, indem sie ihre Genitalien in einem Kunstkino auf Augenhöhe präsentierte.
    • Remote, Remote (1973): Ein Kurzfilm, der Export zeigt, wie sie zwanghaft an ihren Nagelhaut mit einem Messer pickt und so den selbstverursachten Schaden symbolisiert, der durch die Einhaltung unrealistischer Schönheitsstandards entsteht.
    • Body Sign Action (1970): Ein Foto, das ein Tattoo eines Strumpfgürtels am Bein von Export zeigt und die Objektifizierung von Frauenkörpern untergräbt und Agency zurückfordert.

Einflüsse und historische Bedeutung

  • Wiener Aktionismus: Obwohl sich Export in ihrem feministischen Fokus unterscheidet, war sie vom radikalen Geist und den transgressiven Praktiken der Wiener Aktionisten beeinflusst.
  • Amerikanische feministische Künstlerinnen: Sie ließ sich von amerikanischen Künstlerinnen wie Yvonne Rainer und Carolee Schneemann inspirieren, die ebenfalls Geschlecht und Performancekunst erforschten.
  • Historischer Kontext: Exports Werk entstand in einer Zeit, als die österreichische Gesellschaft mit ihrer NS-Vergangenheit ringen und Fragen der Gleichstellung der Geschlechter thematisieren musste. Ihre Kunst diente als Katalysator für den feministischen Diskurs und forderte die Nachkriegszeit Österreichs heraus.
  • Vermächtnis: Valie Export gilt als Pionierin in der feministischen Kunst, Performancekunst und Expanded Cinema. Ihre Arbeit inspiriert weiterhin Künstlerinnen und Wissenschaftler, die sich mit Themen wie Geschlecht, Identität und Medienrepräsentation auseinandersetzen. Sie hat zahlreiche Auszeichnungen für ihre Beiträge zur Kunst erhalten.

Spätere Karriere und Anerkennung

  • Lehre: Export hatte Professuren an renommierten Institutionen wie dem Art Institute in San Francisco, der University of Wisconsin, Milwaukee/USA und der Berliner Hochschule der Künste inne.
  • Kuratorische Arbeit: Sie hat Ausstellungen zu Feminismus und Medienkunst kuratiert.
  • Jüngste Ausstellungen & Preise: Exports Werk wird weiterhin international ausgestellt. Jüngste Anerkennungen sind der Max Beckmann Preis im Jahr 2022 und das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.



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