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Walter Peterhans

1897 - 1960

Kurzbiografie

  • Art period: Moderne
  • Top-ranked work: Schlafende
  • Died: 1960
  • Lifespan: 63 years
  • Born: 1897, Elsheim, Deutschland
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  • Copyright status: Under copyright
  • Museums on APS:
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  • Top 3 works: Schlafende
  • Nationality: Deutschland
  • Works on APS: 1

Kunst-Quiz

Jede Frage hat nur eine richtige Antwort.

Frage 1:
Wie ist Walter Peterhans hauptsächlich für seine Arbeit bekannt?
Frage 2:
Wer war sein Hauptamt an der Bauhaus Schule?
Frage 3:
Aus welchem deutschen Stadt lebt Walter Peterhans heute?
Frage 4:
Welche philosophischen und mathematischen Figuren beeinflussten seine Unterrichtsmethoden an der Bauhaus?
Frage 5:
Wo wurde Walter Peterhans begraben?

Walter Peterhans: Ein Pionier der neuen Vision Fotografie

Walter Peterhans (12. Juni 1897 – 12. April 1960) war ein deutscher Fotograf und ein einflussreicher Pädagoge, der vor allem für seine Beiträge zur Bewegung Neues Sehen (Neue Sicht) und seine entscheidende Rolle bei der Gestaltung der Fotografieausbildung an Institutionen wie der Bauhaus und der Hochschule für Gestaltung Ulm bekannt ist.

Frühes Leben und Ausbildung

Geboren in Elsheim, Deutschland, sind die frühen Jahre Peterhans’ relativ un dokumentiert. Seine spätere Karriere zeigt jedoch eine ausgeprägte intellektuelle Neugierde und eine Hingabe zur Erforschung des Potenzials visueller Medien jenseits der bloßen Repräsentation.

Die Bauhaus-Jahre (1929–1933)

Peterhans’ bedeutendste Periode begann 1929, als er die Position des Fotografielehrers und Kursleiters an der renommierten Bauhaus Schule übernahm. Diese Anstellung markierte einen Wendepunkt, der es ihm ermöglichte, seinen pädagogischen Ansatz zu entwickeln und die Prinzipien von Neues Sehen zu fördern. Er lehrte nicht nur fotografische Technik; stattdessen integrierte er philosophische Konzepte – basierend auf Denkern wie Kant, Platon und Pythagoras – um zu demonstrieren, wie Schönheit in der Wahrnehmung konstruiert wird und wie sie absichtlich in künstlerischen Werken geschaffen werden kann. Sein Unterricht zielte darauf ab, ein tieferes Verständnis visueller Prinzipien zu fördern, anstatt nur technische Fähigkeiten.

Neues Sehen und künstlerischer Stil

Als Verfechter von Neues Sehen, ging Peterhans über traditionelle Pictorialismus hinaus und umarmte Experimente mit Nahaufnahmen, ungewöhnlichen Winkeln, dramatischem Licht und der Darstellung alltäglicher Objekte. Seine Fotografien zeigten oft harte Kontraste, fragmentierte Kompositionen und eine Betonung von Textur und Form. Dieser Stil spiegelte eine breitere moderne Ästhetik wider, die darauf abzielte, die Dynamik und Komplexität der modernen Welt einzufangen.

Emigration in die Vereinigten Staaten & IIT

Mit dem Aufstieg des Nationalsozialismus und der Schließung der Bauhaus im Jahr 1933 sah sich Peterhans zunehmendem politischem Druck ausgesetzt. Er emigrierte schließlich 1938 nach Chicago und nahm eine Position an der Illinois Institute of Technology (IIT) unter der Leitung von Mies van der Rohe an. An der IIT entwickelte er einen erfolgreichen ‘visuellen Trainingskurs’ für Architektenstudenten – ein zehnteiliges Programm, das sich über vier Semester erstreckte und lange nach seiner Abkehr seine Einflüsse behielt.

Ulm Schule der Gestaltung und spätere Jahre

Im Jahr 1953 kehrte Peterhans als Mitglied des Gründungsrates an der Ulm Schule der Gestaltung (Hochschule für Gestaltung), einer einflussreichen Designschule, die Funktionalismus und systematische Problemlösung betonte, nach Deutschland zurück. Er setzte seine Lehrtätigkeit und die Verfeinerung seiner pädagogischen Methoden fort, bis er 1960 unerwartet an einem Herzinfarkt im Haus seiner Schwiegermutter in Stetten im Remstal, in der Nähe von Stuttgart, verstarb.

Privatleben

Peterhans war kurzzeitig mit der amerikanischen Architektin Gertrude Lempp Kerbis verheiratet, bevor er 1957 Brigitte Schlaich, ebenfalls Architektin, heiratete.

Vermächtnis und historische Bedeutung

  • Pionierische Fotografieausbildung: Peterhans’ innovative Lehrmethoden haben die Fotografieausbildung nachhaltig beeinflusst, indem sie das konzeptuelle Verständnis neben der technischen Fertigkeit betonten.
  • Einfluss auf das Design-Denken: Sein ‘visueller Trainingskurs’ an der IIT wurde zu einem Vorbild für die Integration visueller Prinzipien in die Architekturausbildung.
  • Verfechter des Modernismus: Als Schlüsselfigur der Bewegung Neues Sehen, half er bei der Gestaltung der Entwicklung der modernen Fotografie und ihrer Erforschung neuer ästhetischer Möglichkeiten.

Die Urheberrechte an Walter Peterhans’ Werken werden derzeit von Museum Folkwang in Essen, Deutschland, gehalten, um sicherzustellen, dass sein Vermächtnis weiterhin bewahrt und geschätzt wird.




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