Klavierstück, op. 19/6 – (Arnold Schoenberg) Vorherig Nächste


Künstler:

Datum: 1911

Größe: 25 x 32 cm

Museum: Arnold Schönberg Center (Vienna, Austria)

Technik: Musik

An einem kalten Wintertag im Jahr 1911, als Arnold Schönberg voll besetzt war mit dem Lesen der Beweise seiner großen theoretischen und pädagogischen Arbeit, Harmonielehre (Theory of Harmony), arrangierte er einen Tag frei, um eine Reihe von fünf Klavierminiaturen zu komponieren. „Ich sagte zu Webern: Für meine Musik muss man Zeit haben. Es passt nicht zu Leuten, die andere Dinge zu tun haben. Aber es ist in jedem Fall eine große Freude, die Stücke von jemandem zu hören, der sie aus technischer Sicht voll gemeistert hat.“ Schönberg machte diese Notiz in seinem Tagebuch ein Jahr später, nachdem der Pianist Egon Petri ihm die Six Piano Pieces gespielt hatte, op. 19, in Berlin. Mit ihrem Miniaturformat und extremer aphoristischer Kürze scheinen diese Stücke eine seltsame und verwirrende Abreise aus Schönbergs normaler prägnanter Formulierung zu sein, aber sie sind völlig symptomatisch für die freitonale Form seiner Werke (und der seiner Schüler und Nachfolger, die in ihrem eigenen Recht Innovatoren waren) zu dieser Zeit. Der natürliche melodische Fluss und die expansive Breite, die sich in den späteren dodecaphonischen Werken wieder deutlich machen würde, ergeben eine epigrammatische Ausdrucksform. Dies könnte als die Antithese der Symphonien seiner Gegenwart beschrieben werden. Gustav Mahler und auch der eigene Gurrelieder Schönbergs, ein monumentales Werk für Orchester, Chor und Solostimmen, das etwa zur gleichen Zeit fertig war. Gustav Mahler starb am 18. Mai 1911 in Wien. Für Schönberg war er Mentor und ein Freund, den Schönberg als Heiliger charakterisieren sollte. Nach der Bestattung auf dem Friedhof Grinzing malte Schönberg ein Bild, das die Trauerer (him selbst) am offenen Grab der Komponisten darstellte. Die Farben können jedoch nur oberflächlich seine tiefe Emotion widerspiegeln; einige Wochen später, in endloser Trauer, komponierte er das sechste und letzte Stück Opus 19.

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