Künstler: Arnold Schoenberg
Datum: 1909
Größe: 25 x 34 cm
Museum: Arnold Schönberg Center (Vienna, Austria)
Technik: Musik
„Mit den George-Songs gelang es mir zum ersten Mal, sich dem Ideal des Ausdrucks und der Form zu nähern, die seit Jahren in meinem Kopf ist. [...] Jetzt, da ich einmal und für alle auf diesem Weg herausgekommen bin, bin ich mir bewusst, dass ich jede Einschränkung einer bygonen Ästhetik durchbrochen habe. [...] Ich werde in dieser Richtung nicht von der mangelnden Erfindung oder der technischen Fähigkeit, oder von der Kenntnis der anderen Forderungen der vorherrschenden Ästhetik gedrängt, sondern dass ich einem inneren Zwang gehorche, der stärker ist als meine Ausbildung; dass ich dem formativen Prozess gehorche, der mir naturgemäß stärker ist als meine künstlerische Ausbildung.“ (Arnold Schönberg, 1910) Stefan Georges Gedichtsammlung (Die Buecher der Hirten- und Preisgedichte der Sagen und Saenge und der haengenden Gaerten) erschien erstmals 1895. Dieses Volumen ist in drei Unterabschnitte unterteilt, und Arnold Schönberg wurde besonders zum dritten, den Hanging Gardens angezogen. Die Gedichte bieten eine torride Erzählung, erzählt einen jungen Prinzen und sein sexuelles Erwachen in einem paradiesischen Garten. Das Gesamtthema ist eine Transformation: eine naive Jugend betritt ruhig den Garten und versöhnt später seinen Wunsch mit seinem Liebhaber in einem Bett der Blumen. Da die erwachte Jugend mit ihr Wege teilt, stirbt der Garten selbst. Mit seiner Auswahl von nur fünfzehn Gedichten stand Schönberg offensichtlich dem konsequenteren Erzählfaden des größeren Zyklus von George entgegen. Darüber hinaus zeigt sich hier die Affinität des Komponisten für die Kürze, da mehr als die Hälfte der fünfzehn Lieder weniger als zwei Minuten in der Aufführung nehmen. So kann in The Book of the Hanging Gardens jeder dieser selbstbehaltenen Lieder als seinen eigenen destillierten Gedanken oder Stimmung, sogar ein flüchtiger Moment, gehört werden und zeigt eine der markanten Eigenschaften Schönbergs als Komponist: seine unverwechselbare Sensibilität für aphoristischen Ausdruck.
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