Künstler: Ellen Gallagher
Datum: 1995
Größe: 213 x 184 cm
Technik: Bleistift
Ellen Gallaghers Debüt auf der New Yorker Kunstszene 1995 bei der Whitney Biennale und der anschließenden One-Personen-Show in der Mary Boone Gallery 1996 (wo Delirious Hem gezeigt wurde) brachte ihre sofortige kritische Aufmerksamkeit. Ihre großen "Bemalungen" – tatsächlich aus mehreren Blättern gezeichneter Papiere in Reihen zu einer Höhlenbetreuung – kombinieren das postmoderne Interesse an Rasse, Geschlecht und Identität mit der Rasterästhetik des Minimalismus. Weder ganz bildlich noch abstrakt, ihre Werke können auf vielen verschiedenen Ebenen gelesen werden, und sie empfehlen visuelle Quellen so vielfältig wie Patchwork Stepts, afrikanische Textilien und Agnes Martin Gemälde. Kleine Linienzeichnungen von dicken Lippen (eine Allusion zur negativen Stereotypisierung von afrikanischen Amerikanern in Blackface Minstrel-Shows) sind in dieser Komposition eingebettet. Gebündelt in kleinen Gruppierungen, die Perlenarmbänder ähneln und kaum sichtbar unter den Blättern von blau gefütterten Penmanship-Papier, die die Rechtecke in der Mitte bilden, sind diese rassischen Signifikatoren ein störendes Unterfenster in einem ansonsten scheinbar lyrischen Bild.
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