Künstler: Jonathas De Andrade
Datum: 2013
Größe: 72 x 50 cm
Technik: Acryl
Das Museum des Mannes des Nordostens, das 1979 von der Anthropologin Gilberto Freyre gegründet wurde, ist eine Institution in der nördlichen brasilianischen Stadt Recife. Freyre identifizierte die Ursprünge der kulturellen Täuschung in den Begegnungen der indigenen Völker mit europäischen Kolonisatoren und importierten afrikanischen Sklaven. Für seine Arbeit suchte Jonathas de Andrade lokale Männer für (Fake) Plakate, die das Museum Werbung. In der Fotografie von Teilnehmern in alltäglichen Situationen produzierte der Künstler Bilder, die den Forschungsdokumenten ähneln. Dabei vergleicht er Freyres Institution mit der heutigen Realität des Nordostens. Er ruft den im Namen des Museums vorliegenden Sexismus hervor, erinnert uns an die Vorurteile seiner Entstehungsperiode und untersucht die Rolle, die ein anthropologischer Ansatz nicht nur in der Darstellung und Verständigung, sondern auch aktiv in der Gestaltung kultureller, persönlicher und sexueller Identitäten spielen könnte.
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