Künstler: Mary Ann Evans
Datum: 2016
Museum: EVA International (Limerick, Ireland)
Technik: Papier
Mary Evans (geb. 1963, Lagos, Nigeria) lebt und arbeitet in London. In Evans’ Arbeit schafft sie Silhouetten und Piktogramme Hand geschnitten aus braunem Handwerk Papier, um ortsbasierte, räumlich dynamische Installationen zu produzieren. Muster ist ein starkes Leitmotiv in ihrer Praxis. Mit einem Interesse daran, über die reine Ornament hinauszuleben, fasst Evans historische, geografische oder architektonische Hinweise in ihre Arbeit. Die Forschungsinteressen von Evans konzentrieren sich auf die sozialen und politischen Rahmenbedingungen von Diaspora, Migration, globaler Mobilität und Austausch. Sie untersucht, wie die Geschichte des modernen Großbritannien in vielerlei Hinsicht das Vermächtnis seiner imperialen Vergangenheit ist. Ihre Arbeit unterstreicht die schaltungsmäßige Route, über die Menschen irgendwo durch Emigration und Diaspora ankommen und sich dort niederlassen – willig oder kraftvoll – was die Menschen auf diesen Reisen betrifft, was sie zum Lernen und Freigeben gezwungen sind, was sie wählen, sich zu erinnern und zu vergessen, und wie sie unwiderruflich verändert werden. Ihre flache, dekorative Musterung unterstreicht die reduktive Natur der rassischen Stereotypisierung – diese Reduktion wird durch die Verwendung von „unschädlichem“ und „beladenem“ Material noch störender. „Thousands Are Sailing“ ist ein Song, der 1988 von der Londoner keltischen Band der Pogues veröffentlicht wurde. Die Texte und die schlichte Weise, in der sie gesungen wird, erzählen im Stil einer irischen Folkballade Geschichten der irischen Emigration in die Vereinigten Staaten: Die Insel ist jetzt still, aber die Geister jagen noch die Wellen Und die Fackel leuchtet einen verblüfften Mann auf, der Vermögen nicht retten konnte ... Evans erklärt: „Vielleicht hat mich diese Musik aufgrund meiner frühen Freundschaften mit irischen Leuten mit den Bildern, die sie von Migration, Verlust, Zugehörigkeit, Entfremdung und Begierde beschwört hat, zutiefst gesprochen – alle Emotionen, die ich aufgrund meiner eigenen diasporischen Erfahrung als Affinität empfunden habe.“ Tausende sind Segeln (2016), für EVA International, ist eine große Wandinstallation, die figurative Erzählungen im Stil von Geschichtsmalereien darstellt. Das Einweg-Handwerkpapier ist eine Metapher für das Einwegleben der in der Arbeit dargestellten.
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