Künstler: Philip Aguirre Y Otegui
Datum: 2016
Größe: 54 x 76 cm
Museum: EVA International (Limerick, Ireland)
Technik: Ätzen
Philip Aguirre y Otegui (geb. 1961, Belgien), dessen Werk Skulpturen, Montage und Zeichnungen, Leben und Werke in Antwerpen umfasst. Seine Skulpturen bestehen meist aus traditionellen Materialien wie Bronze, Terrakotta, Holz, Ton und Gips. Die Arbeit von Aguirre y Otegui, die ein tiefgreifendes Gefühl der menschlichen Tragödie darstellt, inspiriert häufig von politischen Ereignissen und vor allem von Konflikten, die mit Migration und dem Menschen als Flüchtling verbunden sind. Mit seiner Skulptur namens Fallen Dictator (2005) – die wie eine Skulptur eines Diktators aussieht, der niedergeschlagen wurde – verweist Aguirre y Otegui auf das Denkmal des Königs Leopold II, der Ende des 19. Jahrhunderts den Kongo kolonisierte. Ein wichtiges und wiederkehrendes Thema in der Arbeit von Aguirre y Otegui ist Wasser. Wasser ist für alle Menschen lebenswichtig, kann aber auch als wirtschaftliches Werkzeug für Macht und geopolitische Waffe verwendet werden. 1991 arbeitete er an einer Reihe von Radierungen, die vorschlugen, das Wasser in der Welt auf ehrliche Weise zu teilen. 2013 wurde sein monumentales Kunstwerk Théâtre Source in Douala, Kamerun eingeweiht. In einer der miserabelsten Slums von Douala wurde Aguirre y Otegui von einer Trinkwasserquelle fasziniert, wo Tausende von Familien täglich kamen. Aguirre y Otegui verwandelte diese Seite in ein schönes Amphitheater, das jetzt als Treffpunkt und Dorfplatz fungiert, nachdem es sich um Verbesserungen sowohl der Zugänglichkeit als auch der Hygiene handelt. Cabinet Mare Nostrum (Cabinet of the Mediterranean Sea, 2016) ist eine Installation, in der Aguirre y Otegui zwischen 1990 und 2016 eine Auswahl an Zeichnungen, Radierungen, Collagen, Modellen und kleinen Skulpturen präsentiert, die sich auf zeitgenössische Migrationen konzentrieren. Die Installation ist so konzipiert, dass sie in das Studio eingetaucht wird und sowohl in der Galerie der Kunst der Stadt Limerick als auch im Hunt Museum präsentiert wird. Mit diesem Display lädt Aguirre y Otegui den Betrachter dazu ein, über Migration, Kolonialkonflikte, die Frage des Wassers, geopolitische Fragen und die Rolle des Künstlers nachzudenken.
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