Ort: Paris
geboren: 1854
Tod: 1941
Biographie:
Eugène Galien-Laloue war ein französischer Maler, der besonders für seine Pariser Straßenszenen aus der Zeit der Belle Epoque bekannt ist.
Eugène Galien-Laloue wurde als erster von insgesamt neun Söhnen geboren. Als er 16 war, starb sein Vater, der Maler Charles Laloue. Darauf musste er die Schule verlassen und eine Arbeit als Notarsgehilfe antreten. 1871 nahm er als Freiwilliger am Deutsch-Französischen Krieg teil. 1874 arbeitete er als Zeichner für die französische Eisenbahngesellschaft, wodurch er auch das ländliche Frankreich kennenlernte. 1876 stellte er zum ersten Mal ein Gemälde aus. Da sich Galien-Laloue mit seinem richtigen Namen an eine bestimmte Galerie vertraglich gebunden hatte, verwendete er auch sechs Pseudonyme: „L. Dupuy“, „Juliany“, „E. Galiany“, „Lievin“, „E. Lemaitre“ und „Dumoutier“.
Galien-Laloue war dreimal verheiratet, zuerst mit Flore Bardin († 1887), dann 1892 mit ihrer Schwester Ernestine Bardin († 1925), schließlich 1930 mit deren Schwester Claire Bardin. Aus seiner ersten Ehe hatte er einen Sohn Fernand und aus der zweiten Ehe eine Tochter Flore, bei der er seine letzten Lebensjahre verbrachte. Galien-Laloue war bis ins hohe Alter als Maler tätig; erst als er 1940 kriegsbedingt Paris verlassen musste, brach er sich unterwegs einen Arm und konnte seitdem nicht mehr malen. Im Jahr darauf starb er im Sommerhaus seiner Tochter in Chérence, 70 km westlich von Paris.
Galien-Laloue wird besonders für seine Straßenszenen aus dem quirligen Paris der Belle Epoque geschätzt, Bilder, die nicht nur künstlerischen, sondern auch dokumentarischen Wert haben. Diese Pariser Szenen wurden meist kleinformatig in Gouache gemalt und waren bereits zu seinen Lebzeiten sehr beliebt, auch bei britischen und amerikanischen Käufern.
Daneben malte Galien-Laloue auch ländliche Szenen, vor allem Flusslandschaften und Dorfansichten. Ein Katalog über sein Gesamtwerk ist in Arbeit; der erste Band ist 1999 erschienen. Auf Auktionen werden für Galien-Laloues Gemälde mittlerweile vier- bis fünfstellige Summen erzielt.
Noë Willer: Eugène Galien-Laloue: 1854–1941. Catalogue raisonné, Band 1: Le triomphe de Paris. New York: Alexander Kahan Fine Arts, 1999.
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