Ort: Aachen
geboren: 1894
Tod: 1970
Biographie:
Heinrich Maria Davringhausen war ein deutscher Maler mit der neuen Objektivität verbunden. Er wurde in Aachen geboren und meist als Maler selbst angezogen. Er begann als Bildhauer, studierte kurz an der Düsseldorfer Kunstakademie, bevor er 1914 an einer Gruppenausstellung in Alfred Flechtheims Galerie teilnahm. Er reiste auch mit seinem Freund Carlo Mense in diesem Jahr nach Ascona. In diesem frühen Stadium wurden seine Bilder von den Expressionisten beeinflusst, vor allem August Macke. Davringhausen wurde während seines Jugendalters vom Militärdienst befreit. Von 1915 bis 1918 lebte er in Berlin, wo er Teil einer Gruppe linker Künstler wurde, die Herwarth Walden und John Heartfield umfassten. 1919 hatte er eine Einzelausstellung in der Hans Goltz' Galerie Neue Kunst in München und war in der ersten 'Young Rheinland'-Ausstellung in Düsseldorf ausgestellt. Davringhausen wurde Mitglied der "Novembergruppe" und gewann einige Prominenz unter den Künstlern, die eine neue Tendenz in der deutschen Kunst der Nachkriegszeit darstellen. 1925 nahm er an der Neuen Sachlichkeit (New Objectivity) Ausstellung in Mannheim teil, die viele führende "postexpressionistische" Künstler zusammenbrachte, darunter Grosz, Otto Dix, Max Beckmann, Alexander Kanoldt und Georg Schrimpf. Davringhausen ging 1933 ins Exil mit dem Sturz der Weimarer Republik, zuerst nach Mallorca, dann nach Frankreich. In Deutschland wurden etwa 200 seiner Werke von den Nazis aus öffentlichen Museen entfernt, weil sie degenerierte Kunst waren. Davringhausen wurde in Cagnes-sur-Mer interniert, floh aber nach Côte D' Azur. 1945 kehrte er jedoch nach Cagnes-sur-Mer zurück, einem Vorort von Nizza, wo er für den Rest seines Lebens blieb. Er arbeitete als abstrakter Maler unter dem Namen Henri Davring bis zu seinem Tod in Nizza 1970.