Ort: Kiel
geboren: 1814
Tod: 1882
Biographie:
Karl Rudolph Heinrich Lehmann, auch und überwiegend in der Kunstliteratur frz. Henri Lehmann war ein in Frankreich naturalisierter Historien- und Porträtmaler des Neoklassizismus.
Lehmann erhielt den ersten Unterricht von seinem Vater Leo Lehmann und Siegfried Detlev Bendixen, dann ab 1831 von Ingres in Paris; neben Hippolyte Flandrin wurde er dessen bester Schüler. Er trat im Salon zuerst 1835 mit Tobias und der Engel auf. 1837 wurde er von Ludwig Philipp beauftragt, den Tod Roberts des Starken für die Galerie von Versailles zu malen. Gegen Ende des Jahrs siedelte er nach München über, von wo er 1838 nach Italien ging. Später kehrte er nach Paris zurück. 1846 wurde er Ritter, 1853 Offizier der Ehrenlegion, 1864 Mitglied der Académie des Beaux-Arts und 1875 Professor an derselbigen.
Sein Bruder Rudolf Lehmann war ebenfalls Maler und auch sein Schüler.
Unter den Staffeleibildern des Künstlers, der 1847 die französische Staatsbürgerschaft angenommen hatte, sind zu nennen:
Diese Bilder zeichnen sich durch Feinheit und Kraft der Modellierung und Anmut der Form aus. Seine Formenkenntnis kam ihm namentlich auch in seinen zahlreichen Porträts zugute. Vortrefflich verstand sich Lehmann auf dekorative Malerei in Fest- und Prachträumen. Ende der 1850er Jahre malte er im Thronsaal des Palais du Luxembourg, dann im Palais de Justice zu Paris.
Unter seinen monumentalen Kirchenmalereien sind die in der Kapelle des Heiligen Geistes zu St.-Merry die bedeutendsten; von den Altarbildern sind die Geißelung Christi (von 1842, in St.-Nicolas zu Boulogne) und Mariä Himmelfahrt zu nennen. Seine Kritiker bemängeln allerdings, seine Schöpfungen hätten oft einen eher akademischen Charakter, dem es an Wahrheit und Wärme fehle.
In folgenden Institutionen befinden sich Werke Lehmanns:
Jüdischer Friedhof Ohlsdorf / Grabmal der Großeltern von Henri Lehmann
Jüdischer Friedhof Ohlsdorf / Grabmal der Großeltern von Henri Lehmann
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