Ort: Baltimore, Md
geboren: 1856
Tod: 1927
Biographie:
Richard Caton Woodville junior war ein Maler der Düsseldorfer Malerschule, der sich vor allem auf militärische und historische Themen spezialisierte.
Richard Caton Woodville wurde in Stanhope Gardens, Gloucester Road, nach dem Tod seines Vaters Richard Caton Woodville senior († August 1855 in London) in London geboren. Die Mutter Antoinette, Tochter des Düsseldorfer Architekten und Baumeisters Anton Schnitzler, nahm ihn und seine Schwester Alice Elizabeth Mary Woodville (* 1853) zuerst nach St. Petersburg und 1859 nach Düsseldorf in das Haus Alleestraße Nr. 20 mit. An der Kunstakademie Düsseldorf studierte Woodville, wie auch schon sein Vater und seine Mutter, Malerei bei Eduard Gebhardt und Wilhelm Camphausen. 1875, wegen Hausfriedensbruch in Düsseldorf verurteilt, wurde er gesucht und war bis nachweislich 1881 flüchtig. In den Memoiren von Else Sohn-Rethel war er mit seinem Freund und Mitstudent Reichenheim aus Berlin der Tochter von Jenny Lind-Goldschmidt im Töchterpensionat von Ida Keller auf der Goltsteinstraße nachgestiegen. Woodville ging nach Paris, setzte sein Studium bei Jean-Léon Gérôme fort, und dann nach London.
Im Oktober 1877 heiratete Woodville, seine erste Frau, die 22-jährige Annie Elizabeth, geborene Hill, in der Christ Church with St Laurence, Brondesbury. Kurz darauf bereiste er während des Russisch-Türkischen Krieges 1877 Albanien und Montenegro, ebenso war er 1882 während der kriegerischen Auseinandersetzungen in Ägypten vor Ort. Ab 1879 beteiligte er sich an Ausstellungen; von Anfang an bevorzugte er militärische Motive. Neben seinen großformatigen Bildern, die er mit Öl- und mit Aquarellfarben malte, schuf er auch zahlreiche Druckvorlagen für die Illustrated London News. Zu seinen bekanntesten Bildern zählt The Charge of the Light Brigade.
Um 1881 wohnte Richard Woodville mit Familie in 22 Park Village, St Pancras. Zwei Söhne waren geboren Anthony (* 1878) und William Caton Woodville (1884–1962), welcher ebenfalls Maler wurde.
1914 veröffentlichte er seine Memoiren unter dem Titel Random Collections. Werke Woodvilles befinden sich z. B. in London im National Army Museum, Royal Academy of Arts und der Tate Gallery, sowie in Liverpool in der Walker Art Gallery und in der Royal Collection.
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