Wolfgang Heimbach

Wolfgang Heimbach

Biographie:

Wolfgang Heimbach war ein norddeutscher Barockmaler.
Weder Geburtsdatum noch Geburtsort Wolfgang Heimbachs sind eindeutig zu klären; gleiches gilt für Sterbedatum und Sterbeort Wolfgang Heimbachs. Er wurde um 1605/1613 in Ovelgönne als Sohn des aus Thüringen gebürtigen Frucht- und Kornschreibers Wolff Heimbach geboren. Das Mal- und Zeichentalent des jungen Heimbachs wurde vom Oldenburger Grafen Anton Günther entdeckt, der sich oft in seiner landesherrlichen Burg Ovelgönne aufhielt. Zur Vertiefung seiner Kunst wurde der taubstumme Heimbach vom Grafen in die Niederlande gesandt. Um 1636/37 arbeitete er für bremische Auftraggeber. Als Hofmaler stand er zeitweise in Diensten Anton Günthers, hielt sich aber auch in den Jahren 1640 bis 1651 in Italien auf. In dieser Schaffensphase arbeitete er für die Adelshäuser Doria-Pamphilj und Medici. Von 1653 bis 1662/63 war er als Hofmaler Königs Friedrich III. (Dänemark und Norwegen) tätig. Von 1670 bis zu seinem Tod stand er in den Diensten des Fürstbischofs von Münster, Christoph Bernhard von Galen.
Heimbachs Werke sind der Porträt- und der Genremalerei zuzuordnen. Bekannt sind beispielsweise sein Porträt von Papst Innozenz X. (Statens Museum for Kunst, Kopenhagen) oder das Porträt von Königin Christina von Schweden (Museumslandschaft Hessen Kassel, Gemäldegalerie Alte Meister, Kassel). Ein Beispiel für seine Genrebilder ist „Der Kranke“ (Hamburger Kunsthalle, Hamburg).Sein Œuvre wurde stark von Werken der Caravaggisten Gerrit van Honthorst und Georges de la Tour beeinflusst. In seinen Nachtstücken dient meist die Darstellung einer punktförmigen Lichtquelle (z. B. eine Kerze) zur Erzeugung des Hell-Dunkel-Effekts (Galleria Borghese, Rom; Palazzo Doria-Pamphilj, Rom; Statens Museum for Kunst, Kopenhagen). Dieser Hell-Dunkel-Effekt wird in Heimbachs Gemälde „Nächtliches Bankett“ (Kunsthistorisches Museum, Wien) durch zahlreiche Lichtquellen erzeugt.
Das Stadtmuseum Coesfeld erwarb 2012 Heimbachs „Taufe Christi im Jordan“ von 1679.

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